Am Anfang war ein Versprechen. Die Jahrhundertreform, Hartz 4, sollte die Zahl der Arbeitslosen halbieren, sollte aus schwerfälligen Behörden den Jobmotor der Nation machen. Fünf Jahre ist das her. Seitdem waren die Reporter der Aktuellen Dokumentation immer wieder in Hagen in Westfalen unterwegs. Sie haben die Menschen im Amt begleitet, die Hartz IV umsetzen und sie waren bei den Menschen in der Stadt, die damit leben müssen. Volker Hesse zum Beispiel, der mal Vorstands- assistent war, bevor er Langzeitarbeitsloser wurde. Darko Trisic, der fünf Jahre lang Chef von hunderten Ein-Euro-Jobbern auf dem Hagener Friedhof war. Oder Michael Overath, der als Fallmanager anfangs die Idee von Hartz IV gut fand, den die Realität aber schnell zweifeln ließ.
Datum: 07.02.2012 Kommentare: 5
 
Warum sind die Deutschen, wie sie eben sind? Woher kommt ihre unbändige Lust auf Jammern und Schwarzmalen? Warum sehen Deutsche das Glas immer halb leer und nicht halb voll? Obwohl selbst ein chronischer Hypochonder, begibt sich Dokumentarfilmer Konstantin Faigle, auf die Reise durch ein kollektiv verstimmtes Land. Der junge Filmemacher, der für sein Debüt "Out of Edeka? mit dem Bayrischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde, will auf den Grund deutscher Wehleidigkeit gelangen. Auf seinem Weg macht er Station bei Männerclubs, die auf dem Rhein sentimental das Loreley-Lied singen, im Teutoburger Wald, in dem Hermann über deutsches Wohl wacht, bei Pater Anselm Grün, Ludwig II, Alice Schwarzer und Prof. Walter Jens. Doch ist die ´schwere deutsche Seele` überhaupt zu ergründen?
Datum: 01.02.2012 Kommentare: 3
 
Am 18.11.44 begann die Schlacht um Berlin in einem Krieg, der bereits Millionen von Opfern gefordert hatte. Goebbels verbot damals das Material zu veröffentlichen, das in den Trümmern von Berlin gefilmt wurde. Fast 40 Jahre lagerten die Aufnahmen in Moskauer Archiven. Erst heute werden sie erstmals gezeigt: Alltag im Schatten des Krieges, Menschen nach den Angriffen, bei der Rettung ihrer Habseligkeiten aus den zerbombten Häusern, beim Herumirren auf der Suche nach einer neuen Bleibe, beim Reparieren, Aufräumen und Schuttwegkehren und schließlich die Eroberung der Stadt durch die Rote Armee. Zurück blieb ein Trümmerhaufen.
Datum: 31.01.2012 Kommentare: 1
 
Die Deutsche Kanzlerin hat als Stasi -- Mitarbeiterin an Bespitzelungen des ehemaligen DDR Regimekritikers Robert Havemanns, im Jahr 1980 teilgenommen. Robert Havemann erhielt 1965 ein Berufsverbot und wurde am 1. April 1966 aus der Akademie der Wissenschaften der DDR ausgeschlossen der auch Angela Merkel angehörte.. Sein Haus und seine Familie (und auch die Familie seines Freundes Jürgen Fuchs, die er 1975 in sein Gartenhaus aufnahm) wurden rund um die Uhr von der Stasi überwacht.
Datum: 24.01.2012 Kommentare: 4
 
"Flughäfen, Autobahnen, Wasserstraßen oder Hochhäuser: In Deutschland gelingt kaum eine Infrastrukturmaßnahme ohne Protest. Günter Ederer nimmt den Zuschauer in seinem beeindruckenden Film mit auf Deutschlandreise und zeigt, wie sich Besitzstandswahrer gegen alles und jedes zur Wehr setzen." "So war es beim Bau des Frankfurter Bankenviertels, beim Anschluss Kassels an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn. Und das mit immer gleichen Folgen: Bauverzögerung und Kostenexplosion, die der Steuerzahler schultern muss."
Datum: 31.12.2011 Kommentare: 22
 
Klaus W. hat bereits über 30 Jahre hinter Gittern verbracht. Vor sieben Jahren hat Klaus W. seine letzte Strafe verbüßt, aber als Rückfalltäter bekam er zusätzliche Sicherungsverwahrung, eine Maßnahme, die nicht nur über Sexualstraftäter und Mörder von deutschen Gerichten verhängt wird. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat die zeitlich unbefristete und rückwirkend verhängte Unterbringung im Gefängnis kritisiert. Während die Politik nach einer neuen Gesetzeslösung sucht, Gerichte über die mögliche Freilassung langjähriger Sicherungsverwahrter entscheiden müssen und Boulevardzeitungen Panik machen, dass demnächst gefährliche Gewalttäter in der Nachbarschaft wohnen, verbringt der Autor Norbert Siegmund eine Woche unter den “gefährlichsten Männern Berlins”.
Datum: 22.12.2011 Kommentare: 7
 
Die Nachrichten über die Morde der rechtsterroristischen Terrorzelle schockieren die Menschen. Die Täter machen Schlagzeilen. Die Ermittlungsbehörden stehen am Pranger, dem Verfassungsschutz wird Versagen vorgeworfen. Die Bundeskanzlerin nennt die ausländerfeindlichen Taten eine "Schande für Deutschland". Die Dokumentation fahndet nicht nach den Tätern, deckt nicht auf, was Behörden falsch gemacht haben. Sie fragt: Wer waren die Opfer? Was wissen wir über sie? Wie lebten sie unter uns? Der Film gibt den Opfern einen Namen, ein Gesicht, eine Geschichte. Und erzählt von den Angehörigen. Wie die mörderische Tat ihr Leben veränderte, wie die lange, ergebnislose Ermittlung sie deprimierte und was sie in diesen Tagen durchmachen.
Datum: 15.12.2011 Kommentare: 27
 
Seit Monaten führt Werner F. einen verzweifelten Kampf um das Allernötigste: Der arbeitslose Kraftfahrer und Hartz-IV-Empfänger aus Mainz hat zwar eine Wohnung, aber keine Möbel. Keinen Schrank, keinen Stuhl, keine Küche. Stattdessen stapeln sich bei ihm Berge von Akten; denn seine Anträge bleiben oft unbearbeitet, seinen Sachbearbeiter bekommt er nicht zu sehen und nicht ans Telefon. Michael R. ist fast noch schlimmer dran. Er wohnt bei seiner Mutter, der Rentnerin Gisela R., in einem kleinen Häuschen. Der Strom ist abgestellt, ebenso Gas und Wasser, wegen Zahlungsrückständen, weil sie Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Michael R. und seine Mutter sitzen im Dunkeln und frieren. Das Wasser zum Spülen müssen sie aus einer Regenwassertonne holen. Kühlschrank und Herd sind seit langem tot, nur ein Campingkocher funktioniert noch. Das Amt will die Rentnerin Gisela R. zwingen, ihr Häuschen aufzugeben, was sie und ihr Sohn aber nicht wollen. Doch das Amt sagt: Erst wenn sie ausziehen, gibt es Hilfe
Datum: 22.11.2011 Kommentare: 20
 
Die Dokumentation stammt aus dem Jahr 2002 ! Die Ultras Frankfurt lieben den Fußball nicht nur, sie LEBEN ihn. Woche für Woche bewegen sie sich zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Lust und Frust, zwischen Sieg und Niederlage. Ihr Leben heißt Eintracht Frankfurt, und das "richtige Leben" bleibt dabei oft genug auf der Strecke.
Datum: 17.11.2011 Kommentare: 8
 
An der Fröbelschule in Wattenscheid kennen sich die Kinder besser aus mit Hartz IV als mit Geometrie. Zwei Drittel der Eltern leben von Arbeitslosengeld, 2006 haben nur zwei Schüler aus dem Abschlussjahrgang eine Lehrstelle bekommen. Daraus hat der Direktor jetzt eine Konsequenz gezogen.
Datum: 09.11.2011 Kommentare: 10
 
An der Fröbelschule in Wattenscheid kennen sich die Kinder besser aus mit Hartz IV als mit Geometrie. Zwei Drittel der Eltern leben von Arbeitslosengeld, 2006 haben nur zwei Schüler aus dem Abschlussjahrgang eine Lehrstelle bekommen. Daraus hat der Direktor jetzt eine Konsequenz gezogen.
Datum: 08.11.2011 Kommentare: 10
 
Auf einer Reise durch sechs deutsche Städte im Frühjahr 2009 schildern neun Betroffene ihre Perspektive auf die Wirtschaftskrise. In den Gesprächen entstanden Schilderungen der Veränderungen des Alltags und der Arbeit in den letzten 10 bis 20 Jahren.Der Film zeigt das Lebensumfeld der Befragten und die Landschaft, wie sie von der Autobahn aus gesehen wird.
Datum: 04.11.2011 Kommentare: 0
 
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