Mit großzügigen staatlichen Zuschüssen sollten die Bürger ermuntert werden, ein privates Zusatzpolster für ihr Alter anzusparen. Doch heute, rund zehn Jahre später, entpuppt sich die vermeintlich renditeträchtige Privatvorsorge à la Riester mehr und mehr als Rohrkrepierer: Die staatlichen Zuschüsse kommen vor allem den Versicherungsgesellschaften zugute und nicht den kleinen Sparern. Oft werfen Riesterversicherungen sogar weniger ab als viele ungeförderte Produkte - auch, weil der Staat zwar die Ansparphase großzügig fördert, aber bei der Auszahlung ebenso großzügig Steuern erhebt. Viele Rentner müssten über 90 werden, um auch nur das Geld wiederzusehen, das sie in die Riester-Versicherungen eingezahlt haben. Und schließlich droht gerade Geringverdienern der Totalverlust. Denn wer im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt die angesparte Riester Rente nicht oben drauf. Sie wird viel mehr verrechnet von der Sozialhilfe abgezogen. Schließlich haben nur knapp die Hälfte aller Antragsberechtigten eine Riester Rente abgeschlossen.
Datum: 04.02.2012 Kommentare: 2
 
37 Grad - Das muss ich jetzt haben - Menschen mit Kaufsucht: "Ich kaufe, also bin ich": Mit Scheckbuch oder Kreditkarten in der Hand erleben Kaufsüchtige einen Kick beim Kauf. Dieses kurze Hochgefühl treibt sie oft in den totalen Ruin. Obwohl etwa 800.000 Menschen deutschlandweit betroffen sein sollen, ist Kaufsucht eine juristisch, gesellschaftlich und oft auch therapeutisch kaum anerkannte Krankheit. 37 Grad porträtiert drei Kaufsüchtige.
Datum: 26.01.2012 Kommentare: 1
 
Geld ist ein machtvolles Konstrukt, das alles, was wir wollen, fühlen oder tun, mitbestimmt. Geld war nicht schon immer da. Wir selbst haben es erfunden. Was bedeutet uns Geld, welchen Wert hat es und was fangen wir damit an? Brauchen wir es überhaupt und wenn ja, wozu? "Wert ist das, was wir eine Sache beimessen. Und eigentlich muss es heißen, was ist mir wie viel wert?
Datum: 09.01.2012 Kommentare: 4
 
Die Story zeigt, wie Geschädigte auf diese Weise Geld verloren haben. Hochrangige Aussteiger demonstrieren, wie der Betrug am Telefon funktioniert. Die Hintermänner sitzen an einer vornehmen Adresse im Ausland. Ihr Umsatz soll im vergangenen Jahr die Milliardengrenze gesprengt haben. Erst jetzt beginnen Kripo und Staatsanwälte, die Strukturen des Systems zu durchleuchten.
Datum: 28.12.2011 Kommentare: 14
 
Ungenutzte Parkplätze, alte Industriezonen, vernachlässigte Hausgärten: Den neuen Biobauern von Detroit ist es völlig gleich, wo sie neue Anbauflächen schaffen. Ihre Stadt soll grüner werden, nicht weil es schöner aussieht, sondern damit die Einwohner ihr eigenes Obst und Gemüse auf dem Teller haben. Schon vor der Wirtschaftskrise war Detroit, Stadt des amerikanischen «Rust Belt», keine reiche Stadt. Seit aber die Autobauern bankrott gehen, die Zulieferer ihre Fabriken schliessen und die Immobilienkrise die Menschen massenhaft aus ihren Häusern warf, hat sich die Lage verschärft. Die Schlangen vor den Suppenküchen werden immer länger.
Datum: 19.12.2011 Kommentare: 7
 
Die Stunde der Wahrheit -- Mitten in seiner bisher schwersten Bewährungsprobe sprachen die Filmemacher Jean Quatremer und Jean-Michel Meurice mit den Akteuren des Dramas um den Euro. Sie interviewten den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet und Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Eurogruppe.
Datum: 13.12.2011 Kommentare: 1
 
Schon seit zehn Jahren arbeitet Melanie Specht für die gleiche Friseur-Kette. Vom Azubi bis zur Leiterin einer Filiale in Berlin hat sie sich hochgearbeitet. In wenigen Monaten hat sie ihre Meisterprüfung. Obwohl sie für mehrere Gesellen und Azubis verantwortlich ist und einen ordentlichen Umsatz im Salon erwirtschaften muss, verdient sie gerade mal 5,50 die Stunde. Wegen des geringen Verdienstes muss die 27-Jährige regelmäßig zum Arbeitsamt, um dort ihren Lohn aufstocken zu lassen. “Es ist schon etwas bitter”, meint sie, “wenn man trotz Vollzeitarbeit beim Jobcenter noch die Hand aufhalten muss.”
Datum: 29.11.2011 Kommentare: 26
 
Wie lebt man eigentlich von 130 Euro im Monat? Und welches Vorbild gibt man seinen Kindern, wenn man jeden Tag zu Hause sitzt? In Zeiten der Finanzkrise müssen sich auch in Deutschland wieder mehr Menschen diese Fragen stellen.
Datum: 24.11.2011 Kommentare: 17
 
Seit Monaten führt Werner F. einen verzweifelten Kampf um das Allernötigste: Der arbeitslose Kraftfahrer und Hartz-IV-Empfänger aus Mainz hat zwar eine Wohnung, aber keine Möbel. Keinen Schrank, keinen Stuhl, keine Küche. Stattdessen stapeln sich bei ihm Berge von Akten; denn seine Anträge bleiben oft unbearbeitet, seinen Sachbearbeiter bekommt er nicht zu sehen und nicht ans Telefon. Michael R. ist fast noch schlimmer dran. Er wohnt bei seiner Mutter, der Rentnerin Gisela R., in einem kleinen Häuschen. Der Strom ist abgestellt, ebenso Gas und Wasser, wegen Zahlungsrückständen, weil sie Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Michael R. und seine Mutter sitzen im Dunkeln und frieren. Das Wasser zum Spülen müssen sie aus einer Regenwassertonne holen. Kühlschrank und Herd sind seit langem tot, nur ein Campingkocher funktioniert noch. Das Amt will die Rentnerin Gisela R. zwingen, ihr Häuschen aufzugeben, was sie und ihr Sohn aber nicht wollen. Doch das Amt sagt: Erst wenn sie ausziehen, gibt es Hilfe
Datum: 22.11.2011 Kommentare: 20
 
Sie haben der Korruption den Kampf angesagt. Die drei Protagonisten der Dokumentation gehören dem international agierenden Antikorruptionsnetzwerk "Network" an, das 2005 auf Initiative der damaligen französischen Untersuchungsrichterin Eva Joly entstand. Die Dokumentation zeigt Nuhu Ribadu, Fabio De Pasquale und Helen Garlick bei ihrer nicht immer ungefährlichen Recherchearbeit.
Datum: 12.11.2011 Kommentare: 2
 
An der Fröbelschule in Wattenscheid kennen sich die Kinder besser aus mit Hartz IV als mit Geometrie. Zwei Drittel der Eltern leben von Arbeitslosengeld, 2006 haben nur zwei Schüler aus dem Abschlussjahrgang eine Lehrstelle bekommen. Daraus hat der Direktor jetzt eine Konsequenz gezogen.
Datum: 08.11.2011 Kommentare: 10
 
Dieser 30-minütige Trickfilm, handelt von dem Weltweit angewendeten Wirtschaftssystem, aus dem Blickwinkel eines US-amerikanischen Bürgers. Es erklärt in einfacher und unterhaltender Form, die geschichtliche Entstehung des Wirtschaftssystems, wirtschaftlichen Fehlerentwicklungen, sowie die Folgen und die Profiteure dieses Systems.
Datum: 02.11.2011 Kommentare: 19
 
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