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Wie kein anderes Viertel in Deutschland wurde der Prenzlauer Berg in den vergangenen 20 Jahren umgekrempelt. Aus dem ehemaligen Arbeiterviertel im Berliner Osten ist ein boomender Kiez geworden. Nach der Wende wurde der Prenzlauer Berg zu Europas größtem Sanierungsgebiet: verfallene Altbauten wurden mit massiven Steuergeldern in wenigen Jahren in schick renovierte Fassaden verwandelt. Nirgendwo verlief der Aufbau Ost schneller und drastischer. Innerhalb weniger Jahre wurde die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Junge Studenten aus dem Westen verdrängten die alten Bewohner, seitdem ist es schick hier zu wohnen. Doch das hat seinen Preis: mit der Sanierung stiegen die Mieten, es folgten teure Läden und zahllose Straßencafés für die neue Schickeria. Ärzte, Architekten, Anwälte, Künstler und Medienleute leben jetzt hier. Junge, dynamische Besserverdiener prägen einen Stadtteil, in dem es keinen Schmutz, keine Schmierereien und keine Schnorrer gibt. Die Homogenität der Bevölkerungsstruktur ist extrem. | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 9 | |
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Die Dokumentation "Der große Crash" rekonstruiert die entscheidenden 48 Stunden im September 2008. Wer und was gab den Ausschlag dafür, Lehman Brothers fallen zu lassen? War es das kurzsichtige Kalkül der US-Republikaner, in der heißen Phase des Wahlkampfes 2008 nicht für unpopuläre Milliardenhilfen an eine Großbank einstehen zu müssen? Spielten gar persönliche Animositäten zwischen den einstigen Weggefährten Paulson und Bankboss Fuld eine Rolle? Oder war es ein kollektives Versagen mächtiger Finanzführer, die die Gefahr des "Lehman-Effektes" für die Weltwirtschaft schlicht unterschätzten? In dieser Koproduktion geben hochrangige Teilnehmer des Lehman-Wochenendes exklusive Einblicke in die 48 Stunden vor dem großen Crash -- darunter auch die Verhandlungsführer der beteiligten Großbanken. (Film von Guy Smith und Jean-Christoph Caron) | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 0 | |
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Was der Staat auf der einen Seite abkassiert gibt er auf der anderen aus. Manches durchaus sinnvoll. Vieles aber auch nicht vor allem wenn es um Subventionen geht meinen die Wissenschaftler vom Kieler Weltwirtschaftsinstitut. Da werden im Osten der Republik nach wie vor mit Steuergeldern Plattenbauten saniert und weil sie keiner will werden sie dann auch noch auf Steuerzahlers Kosten abgerissen ohne dass je jemand darin wohnte. Da flossen Milliarden in die Kohle und die Atomenergie und heute werden sie mit Subventionsmilliarden wieder abgewickelt. | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 11 | |
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Der Staat ist äußerst kreativ wenn es ums Geldeinsammeln geht. Der Film von Günter Ederer zeigt haarsträubende Beispiele von Chaos und Ungerechtigkeit. Ein Steuersystem das die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr versteht ist verfassungswidrig sagt der Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhoff. Selbst hochspezialisierte Steuerberater verheddern sich regelmäßig im undurchdringlichen Gestrüpp Abertausender Verordnungen. Und was für den einzelnen Bürger am Ende herauskommt grenzt immer häufiger an Willkür: Steuerzahler im Würgegriff der Finanzämter. Denn der Staat hat in jedem Fall den längeren Atem. Wir zahlen Lohnsteuer oder Einkommensteuer........ | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 5 | |
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„Werde ich beim Basejumpen sterben? Vermutlich schon.“ Basejumper haben eine eigene Art, die Welt zu betrachten. Lauterbrunnen im Berner Oberland ist weltweit einer der grössten Magnete für die Extrem-Fallschirmspringer. SF DOK hat im Sommer und Herbst 2007 in Lauterbrunnen gefilmt und dabei Einblicke in eine Welt erhalten, in der sich alles um die Droge Adrenalin dreht. | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 9 | |
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Im September 2006 wurde die Familie Kpakou nach Togo abgeschoben, nach 13 Jahren in Deutschland. Die Familie war Anfang der Neunziger vor einer brutalen Diktatur in die Bundesrepublik geflohen. Die Kinder wuchsen hier auf und kannten nicht viel mehr als den kleinen Fachwerkort Cölbe bei Marburg. Bis eines Morgens um fünf Uhr die Polizisten in der Wohnung standen. Eine halbe Stunde hatten sie Zeit, um ihre Koffer zu packen, 20 Kilo pro Person. Mit dem ersten von Deutschland organisierten europäischen Sammelabschiebeflug wurden sie zurück nach Afrika gebracht. | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 9 | |
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Wochenlang wurde die achtjährige Nojoud Nasser gequält und vergewaltigt - von ihrem Ehemann. Jetzt gelang es dem zwangsverheirateten Kind aus dem Jemen, die Ehe vor Gericht annullieren zu lassen. Doch das Mädchen muss um sein Leben fürchten. Gewitzt und über alle Maßen entschlossen sieht sie aus, die kleine Nojoud Nasser aus dem Jemen. Das Kopftuch tief in die Stirn gezogen, die schmalen Arme über dem Bauch verschränkt - so ist sie abgebildet in der "Yemen Times": ein scheinbar ganz normales achtjähriges Mädchen, dem man die Tortur der vergangenen Monate nicht ansieht. | |
| Datum: 02.02.2011 | Kommentare: 4 | |
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Sie stammen aus Albanien, Afghanistan oder der Türkei. Sie sind jung, testosterongesteuert und wütend. Gemeinsam bringen es die jungen Männer auf ein stattliches Vorstrafenregister. Doch sie wollen raus aus dem kriminellen Milieu. Deshalb haben sie eine Band gegründet: die Hamburger Gruppe Harte Währung, kurz HWG. Ihre Musik ist der Rap – ein schneller, rhythmischer Sprechgesang, bei dem sie den Frust über ihren Alltag im Vorstadtgetto in harte Worte fassen. | |
| Datum: 01.02.2011 | Kommentare: 29 | |
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Als der österreichische Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter 1999 zu den Dreharbeiten nach Pripyat aufbrach, war das Atomkraftwerk noch in Betrieb. Menschen arbeiteten in der verbotenen verseuchten Zone und gingen dort ein und aus. Die Abschaltung ändert nichts an der ständigen Gefährdung nicht nur dieser, sondern auch der folgenden Generationen. Pripyat ist heute eine streng bewachte Geisterstadt, die Häuser verfallen, das Betreten ist nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Die 30-km-Zone ist mit einem Stacheldraht eingezäunt, ein willkürlich mit dem Zirkel abgemessenes Gebiet, das keineswegs der realen Verseuchung der Böden entspricht. Innerhalb der Zone zu leben ist nach wie vor verboten. Obdachlose machen sich das kaum zu überwachende Gebiet zunutze. | |
| Datum: 01.02.2011 | Kommentare: 9 | |
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Anfang der 30er-Jahre nahm sich das Ehepaar Hettie und Günter Oskar Dyhrenfurth das zur damaligen Zeit waghalsigste Bergsteiger-Projekt überhaupt vor: die Achttausender des Himalaya. Ihr heute 90-jähriger Sohn Norman, einst selbst erfolgreicher Expeditionsleiter im Himalaya, erzählt von diesem Wahnsinnsvorhaben und dessen tragischem Scheitern, während die Bergsteigerikonen Reinhold Messner und Sir Christian Bonington die Aktion ebenfalls aus heutiger Sicht vor ihrem eigenen Erfahrungshintergrund kommentieren. | |
| Datum: 01.02.2011 | Kommentare: 5 | |
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Die Dokumentation berichtet am Beispiel einer Familie vom Umgang mit der bisher nicht heilbaren und tödlich verlaufenden Huntington-Krankheit. In dieser Familie sind mehrere Personen von der neurologischen Erbkrankheit betroffen. Wie stellen sie sich ihrem unausweichlichen Schicksal? Der Wissenschaftsfilm verbindet den Einblick in medizinische Forschung mit einer einfühlsamen Erzählweise und dem Respekt vor dem persönlichen Leiden. | |
| Datum: 31.01.2011 | Kommentare: 0 | |
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Coca – die Kulturpflanze der Anden, von den Inka und ihren Nachfahren verehrt, gilt im Westen als gefährliche Droge. Denn Coca ist die Basis des Kokain, das Hunderttausende in Abhängigkeit hält. Aber die Pflanze aus den Bergen Südamerikas ist nicht identisch mit der Modedroge des Westens. Für die Menschen Südamerikas ist sie heilig: Coca darf bei keinem Ritual fehlen. Sie ist reich an lebenswichtigen Stoffen – 100 g Cocablätter haben rund 300 Kalorien. Sie ist Medizin – Coca hilft bei Magenbeschwerden, gegen die Höhenkrankheit und balanciert den Blutzuckerspiegel aus. Sie ist Zahlungsmittel – Menschen kaufen Kartoffeln, Kaffeebohnen und viele andere Dinge des täglichen Bedarfs und bezahlen mit Coca. Und sie ist ein Medium – Männer und Frauen mit besonderen Gaben kommunizieren durch sie mit den Gottheiten, Wahrsager lesen aus den Coca-Blättern die Zukunft. | |
| Datum: 31.01.2011 | Kommentare: 1 | |
