Woher nehmen wir das Gas, das wir so dringend benötigen und von dem wir geradezu abhängig sind? Um eine Antwort zu finden, hat sich der Journalist Martin Leidenfrost aufgemacht, die neuralgischen Punkte des internationalen Gasgeschäfts genauer zu untersuchen. Seine Recherchen haben ergeben, dass Gas nicht nur ein Geschäft ist, es ist auch Politik, Intrige, Emotion. Überall auf der Welt sind Menschen abhängig vom Gas, aber dennoch ist es kaum Thema, weder in den Medien noch in den Alltagsdiskussionen der Menschen. Über Erdöl weiß jeder Bescheid und jeder diskutiert darüber: Entweder über den steigende Benzinpreis oder über die Produktpalette, die aus Erdöl hergestellt wird oder in der es enthalten ist.
Datum: 13.01.2012 Kommentare: 10
 
Während Länder wie Griechenland, Portugal und Italien Jahrzehnte über ihre Verhältnisse lebten, wird nun der deutsche Wohlstand verpfändet, um die immer höheren Rettungsschirme zu spannen, die den Pleitestaaten die letzte Rettung sein sollen. Doch das sind sie nicht. Die Rettungsaktionen führen zu noch mehr Schulden und treibt europaweit die Menschen auf die Straße.
Datum: 12.01.2012 Kommentare: 19
 
Das Ergebnis der Wiener Wahlen vom Wochenende liegt in einem europäischen Trend: in weiten Teilen Europas sind rechtspopulistische Parteien auf Erfolgskurs. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten punkten sie mit der Sorge vor Zuwanderung und zuletzt verstärkt mit der Angst vor dem Islam. Rechtsparteien sind vom Rand in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen, bei Regierungsbildungen sind sie immer öfter das Zünglein an der Waage, in Sachen Einwanderungspolitik treiben sie die etablierten Parteien vor sich her. In Italien und der Schweiz regieren extreme Rechte schon seit Jahren mit, als Abgeordnete sitzen sie in den Parlamenten von Dänemark, Norwegen, Finnland, Ungarn und der EU. In Belgien und den Niederlanden konnten sie in den letzten Monaten stark zulegen. In Schweden haben sie zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg den Sprung ins Parlament geschafft. In Ungarn lag es an ihnen, Premier Orban an die Macht zu bringen. In Deutschland reden Rechtsextreme in zwei Landesparlamenten mit.
Datum: 14.12.2011 Kommentare: 52
 
Kann sich Europa angesichts der Wirren nach dem amerikanischen Waffengang im Irak überhaupt noch Kriegspläne oder gemeinsames Eingreifen in Konfliktherden leisten? Worauf beruht die europäische Verteidigungspolitik? Welche Waffen und Strategien, welche technologischen und militärischen Herausforderungen wird es morgen geben? Welche Weltsicht verbirgt sich hinter diesen Herausforderungen? Seit dem Mauerfall und dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die Europäische Union ihre Sicherheit innerhalb der eigenen Grenzen neu definiert und lernen müssen, dabei auch Schauplätze in Krisenregionen außerhalb Europas einzubeziehen. Ist Europa bereit, sich den neuen Risiken und Aufgaben zu stellen? Schätzen die EU-Politiker die terroristische Bedrohung realistisch ein? Wird das gemeinsame europäische Verteidigungsprojekt durch interne Differenzen und mangelnden politischen Willen gefährdet? Zu diesen Fragen äußern sich der EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, der deutsche Außenminister Joschka Fischer, der ehemalige NATO-Generalsekretär Lord Robertson, die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie und der stellvertretende Verteidigungsminister und NATO-Botschafter Polens, Andrzej Towpik, sowie hochrangige Offiziere und Verteidigungsexperten.
Datum: 13.12.2011 Kommentare: 12
 
Nostalgie und Höhenflug Vor 500 Jahren begann mit den portugiesischen und spanischen Entdeckern das allmähliche Entstehen einer weißen Weltherrschaft, die um 1900 ihren Höhepunkt erreicht hatte.
Datum: 31.05.2011 Kommentare: 12
 
In Italien und Deutschland sterben in den 60er bis 80er Jahren zahlreiche Menschen bei Bombenanschlägen. Indizien belegen bestimmte Zusammenhänge, die Spuren führen zu einer geheimen Struktur namens "Gladio". So sterben 1969 in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine Bombe im Bahnhof Central in Bologna - 85 Menschen sterben. Im September des gleichen Jahres gibt es auch in Deutschland Bombenopfer. Beim schwersten Anschlag der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sterben 13 Menschen auf dem Münchner Oktoberfest. Im Lauf der Jahre häufen sich die Indizien, dass diese Anschläge in einem bestimmten Zusammenhang stehen: Alle Täter kommen aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppen, mehrfach wird militärischer Sprengstoff benutzt. Die Spuren führen zu einer geheimen Struktur, koordiniert von der NATO und den nationalen Geheimdiensten - ohne parlamentarische Kontrolle. Ihr Name: "Stay behind", später auch "Gladio". Sie geht auf eine US-Initiative für "verdeckte Operationen" von 1948 zurück. Geheime Waffendepots werden angelegt und Agenten ausgebildet. Im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Westeuropa sollten sie sich überrollen lassen und hinterrücks Sabotageakte und Guerillaoperationen durchführen. Doch der sowjetische Angriff blieb aus. Was aus den geheimen Strukturen wurde, ist weitgehend unbekannt. Gladio wird jedoch verdächtigt, im Umfeld rechtsradikaler Gruppen Gewalttaten im Auftrag politischer Interessen begangen zu haben.
Datum: 30.04.2011 Kommentare: 0
 
Der preisgekrönte Film von Autorin Ric Esther Bienstock (Edward R. Murrow Award, British Broadcast Award Best Documentary, Royal Television Society Award, Nomi- nierung fuer British Academy Award) erzählt, wie Frauen aus Osteuropa in die Sexsklaverei verkauft werden. Die Autorin macht sich mit Viorel aus Odessa auf die Suche nach seiner Ehefrau Katia, die von einem skrupellosen Bekannten in der Türkei an Zuhälter verkauft wurde. Die Filmemacherin verfolgt mit dem Ehemann die Spur der verschwundenen Ehefrau und konfrontiert zum Teil mit versteckter Kamera die Menschenhändler. Es gelingt schließich, Katia zu finden und sie zu befreien. Der Film gewährt tiefe Ein- blicke in das Netzwerk der illegalen Frauenhändler, die jedes Jahr unzählige Frauen aus Osteuropa in Bordelle bringen. Es gelingt den Filmemachern, Menschen- händler und Zuhälter vor die Kamera zu bekommen – der Mann, der Katia verkauft hat, hilft dem Ehemann Viorel, seine Frau wiederzufinden.
Datum: 21.03.2011 Kommentare: 17
 
In Europa war kein Platz mehr für sie und so entschlossen sich die 80.000 Menschen unter ihrem König Geiserich zu einer tollkühnen Überfahrt nach Nordafrika. Sie machten die Kornkammer Roms, die Provinz Karthago, zum "Königreich der Vandalen", zu ihrem Garten Eden. Die Vandalen hatten ihren Platz gefunden, an der entscheidenden Schlacht gegen die Hunnen nahmen sie nicht mehr teil. Gemeinsam besiegten Römer und Westgoten 451 in der Schlacht bei Chalon-sur-Marne und Troyes in Frankreich Attila, "den Herrn so vieler Siege". Am 24. August des Jahres 410 zieht König Alarich in Rom ein. Er ist Christ und möchte, dass die Goten Aufnahme im Römischen Reich finden. Doch erst 413, als das Römische Imperium Soldaten braucht, können sie sich in Südfrankreich ansiedeln.
Datum: 01.03.2011 Kommentare: 0
 
Durch die Morde an sechs Italienern in Duisburg im August 2007 rückte die ’Ndrangheta in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Dokumentation gibt spektakuläre Einblicke in den europaweiten Kampf gegen die Mafia.
Datum: 03.02.2011 Kommentare: 8
 
Ein Matrose meldet "merkwürdige Geräusche aus dem Frachtraum" an die Brücke. Der Kapitän lässt den fraglichen Container öffnen und entdeckt im Halbdunkel drei Schwarzafrikaner. "Help us!" ist alles, was sie hervorbringen. Seit das Schiff vor zehn Tagen die Elfenbeinküste verlassen hat, haben sie sich von nichts anderem als Wasser und Keksen ernährt. Wie sie sich an Bord schleichen konnten, ist dem Kapitän ein Rätsel. Jährlich werden im Hamburger Freihafen an die 100 solcher "Einschleicher" gemeldet. Und jedes Mal die gleiche Prozedur:
Datum: 03.02.2011 Kommentare: 8
 
Überall und fast jedes Jahr entdecken Archäologen rätselhafte Ringe, gewaltig in ihren Ausmaßen, mit einem Durchmesser von bis zu zweihundert Metern. Die Luftbildarchäologie bringt sie zum Vorschein, und sie führen, wie wir heute wissen, fast siebentausend Jahre zurück, ans Ende der Steinzeit. Zu einer Kultur, die zum ersten Mal mitten im Herzen Europas monumentale Bauwerke errichtete.
Datum: 21.11.2010 Kommentare: 0
 
Im Sommer 1933 durchsucht der deutsche Amateur-Archäologe Alfred Rust ein Stück Land nahe Hamburg. Er ist überzeugt: Hier in Norddeutschland haben am Ende der letzten Eiszeit schon Menschen gelebt. Eine verwegene Theorie. Sie widerspricht der etablierten Wissenschaft, und die ist sich einig: Niemand kann hier existiert haben. Auf einmal stoßen die Männer auf ein bearbeitetes Rentiergeweih. Der Fund revolutioniert die Geschichtsschreibung.
Datum: 12.11.2010 Kommentare: 1
 
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